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Achim Exner ein Freund der Städtepartnerschaften ist gestorben
Nach dem Tod von Rudi Schmitt ist in diesem Jahr nun der zweite Wiesbadener Ex-Oberbürgermeister gestorben. Achim Exner, gebürtiger Breslauer des Jahrgangs 1944, war von 1985 - 1997 Oberbürgermeister der hessischen Landeshauptstadt; zuvor war er dort Sozialdezernent und Fraktionsvorsitzender der SPD in der Stadtverordnetenversammlung. Achim Exner war ein Mann des Volkes. Überall, wo er auftauchte, zog er die Menschen in seinen Bann. Mit seinem jungenhaften breiten Lachen und seinem jugendlichen Charme verbreitete er überall Optimismus. "Seine" Verwaltung riss er mit seinen Ideen mit sich, sie zügig für die Menschen, und Bürger und für eine solidarische Gesellschaft ganz konkret umzusetzen. Achim Exner war ein Mann der Kultur und Kunst sowie der Wirtschaft, die in Wiesbaden einen ungeheuren Aufschwung nahmen. Achim Exner war ein Freund der Städtepartnerschaften, der nationalen wie der internationalen. Er gründete die Städtepartnerschaften zu Breslau und Görlitz, er belebte die bestehenden Städtepartnerschaften neu, darunter insbesondere die mit Kreuzberg. Zusammen mit seinem Freund und Magistratskollegen, unserem Ehrenmitglied Klaus Bensberg, half er, Sportvereinspartnerschaften wie die zwischen Berliner Amateure und FV Biebrich 02 zu gründen. Auf ihn zurück geht der Azubi-Austausch zwischen beiden Rathäusern, der Jahrzehnte bis heute überdauerte. Achim Exner war ein Freund Berlins und insbesondere Kreuzbergs. Berühmt-berüchtigt waren seine häufigen - auch privaten - Besuche der Kreuzberger und Berliner Freien Kunstszene (z. Bsp. im Ullsteinhaus). Großen Glanz verspürten alle, die die jährliche Eröffnung des Wiesbadener Standes auf der ITB Berlin miterleben durften. Sie konnten Achim Exner im Kreise der Künstler und Kulturschaffenden, der Wirtschaft und Politik und der ganz "normalen" Menschen in Hochform erleben. Zugleich wurden diese Events genutzt, um die karitative Seite von Achim Exner zum Tragen zu bringen. Die ITB-Events überstrahlten jeweils den Glanz der Metropole Frankfurt bei Weitem. Der Bezirk Kreuzberg (heute Friedrichshain-Kreuzberg) muss Achim Exner noch heute ein großes DANKESCHÖN sagen ! Nun ist Achim Exner - 81-jährig - einem Krebsleiden erlegen. Er verstarb am Donnerstag, dem 30. Juli 2026. Norbert Michalski


Einladungen erfolgen gesondert.
Geburtenrate in Berlin auf Tiefstand
Im bundesweiten Vergleich wurden 2025 in Berlin sehr wenige Kinder geboren. Die Geburtenziffer je Frau erreichte mit 1,18 Kindern in Berlin den niedrigsten Wert seit 2003, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Bundesweit liegt die Geburtenziffer je Frau bei 1,31 Kindern. Berliner Mütter mit deutscher Staatsangehörigkeit bekamen 2025 im Schnitt 1,01 Kinder- das ist der niedrigste Wert seit dem sogenannten Wendeknick, wie das Amt weiter mitteilt. Und auch ausländische Frauen in Berlin bekamen mit 1,56 Kindern 2025 weniger als im Vorjahr (2024: 1,59). Der Höchststand der Geburten im Zeitraum 2011 bis 2025 wurde 2016 erreicht - 41.087 Geburten. Seitdem sinken die Zahlen jedes Jahr. 2025 wurden 33.230 Kinder in Berlin geboren. Berliner Mütter bekommen auch immer später Kinder. Das Durchschnittsalter von Müttern bei der Geburt stieg 2025 auf 32,3 Jahre. Bei der Geburt des ersten Kindes waren Mütter durchschnittlich 31,4 Jahre alt. Mehr Geburten als Sterbefälle gab es nur in drei Bezirken: Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Pankow. Mitte verzeichnet eine Geburtenziffer von 1,0 und hat trotzdem den zweitgrößten Geburtenüberschuss, da die Sterberate dort sehr niedrig ist. In Friedrichshain-Kreuzberg gab es die meisten Geburten (3524) und die wenigsten Sterbefälle (1650). Außerdem ist dies der Bezirk mit dem höchsten Anteil unehelicher Geburten: 2025 wurden knapp die Hälfte (47,6 Prozent) der Kinder von unverheirateten Müttern geboren. Die höchste Geburtenziffer verzeichnet Marzahn-Hellersdorf mit 1,67 Geburten pro Frau. Im Vergleich zu 2024 (1,58) wird hier sogar ein Anstieg verzeichnet. Dem Amt zufolge zeigt sich eine gegensätzliche demografische Entwicklungen der Stadt. Die demografische Alterung war demnach in Steglitz-Zehlendorf am deutlichsten ausgeprägt: Dort gab es sowohl die niedrigste Geburtenzahl der Stadt, in absoluten Zahlen und im Verhältnis zur Bevölkerung, als auch die höchste Sterbezahl. Steglitz-Zehlendorf hat demnach auch den größten Sterbeüberschuss von 1872 Menschen. Die Gesamtzahl der Sterbefälle stadtweit blieb nahezu konstant.
Trinkbrunnen-Tour durch Friedrichshain
Ein Kiez begehrt auf
gegen Müll und Drogen
Eigentlich macht unsere Autorin einen Bogen um Friedrichshain. Doch eine Trinkbrunnenrunde führt sie durch den Kiez und zeigt, dass zwischen unschönen Erinnerungen und Wandel neue Entdeckungen warten. Von Jeannette Hagen Diesmal muss ich etwas vorwegschicken: Meine Lust auf diese Runde hielt sich in Grenzen. Da wir aber mittlerweile so viele wunderbare 10.000-Schritte-Touren präsentiert haben, galt es, eine zu finden, die zum einen noch nicht vorgestellt wurde, und die zum anderen vielleicht auch mal ohne spektakuläre Highlights auskommt. So jedenfalls meine Gedankengänge. Friedrichshain ist nicht meine Hood, war sie schon zu DDR-Zeiten nicht. Das ist absolut subjektiv, aber es entspringt einer Vergangenheit, die eben anders war als die der ausgebauten Dachgeschosse und der bepflanzten Baumscheiben, die man heute im Samariterkiez sieht. Aber das soll jetzt keine Rolle spielen. Es ist Sommer und uns geht es heute um die Trinkbrunnen, die überall im Kiez verteilt sind und die Mensch und Tier nicht nur an heißen Tagen mit frischem Wasser versorgen. Wir steigen erneut am Ostbahnhof aus. Dieses Mal führt der Weg aber nicht zum Hauptausgang, sondern nach hinten zum Hermann-Stöhr-Platz, dort steht nämlich schon der erste Trinkbrunnen. Etwas verloren sieht er aus neben der Wiese, die das Wasser, das er heraussprudelt, gut gebrauchen könnte. Wie ein Wimmelbild Insgesamt bietet der Hermann-Stöhr-Platz wenig Aufenthaltsqualität, wobei an seiner, vom Bahnhof aus gesehenen rechten Seite, einige Food-Trucks stehen, bei denen man sich für die Runde stärken könnte. Wir trinken nur Wasser und bewegen uns dann durch die Koppenstraße, die Singerstraße und die Andreasstraße Richtung Strausberger Platz. Gesäumt ist dieser Abschnitt von vielen typischen DDR-Plattenbauten, die meisten sind saniert, es gibt viel Grün, und trotzdem ist dieser Abschnitt der Runde ein bisschen farblos. Das ändert sich, als wir am Strausberger Platz ankommen. Hier ist es lebendig, die Trattoria Vesuvio ist gut gefüllt und wir entdecken schon von Weitem den zweiten Trinkbrunnen unserer Runde. Es ist ein bisschen wie auf einem Wimmelbild: Menschen, Hunde, Tauben, Autos, Häuser, Brunnen - und mittendrin in diesem Bild steht der kleine blaue Turm. Trinkbrunnen sind eine großartige Erfindung. Noch besser ist, dass sie in der gesamten Stadt verteilt sind. Die blauen heißen übrigens Kaisertürme. Nicht, weil sie besonders schmuckvoll sind oder aus der Kaiserzeit stammen, sondern weil sie von Siegfried Kaiser designt wurden, einem Architekten, der lange Mitarbeiter bei den Berliner Wasserbetrieben war. Was ich am Strausberger Platz leider sehr vermisse, ist der sprudelnde Brunnen. Der wurde abgebaut, weil die komplette Anlage saniert werden muss. Wenn Sie die Runde abkürzen wollen, haben Sie jetzt die Gelegenheit, vom Brunnen direkt der Karl-Marx-Allee Richtung Frankfurter Tor zu folgen. Wir entscheiden uns dagegen und erweitern unsere Runde ein bisschen, um hinter die Fassade der stalinistischen Architektur zu schauen. „Potemkinsche Fassade", sagt mein Mann, und liefert auch gleich die Erklärung dazu. Korrekt heißt es eigentlich „Potemkinsches Dorf" und gemeint ist damit eine vorgetäuschte Idylle. Im Falle der Bauten das Vorgaukeln von Wohlstand, Macht und Prestige. Finanziert wurden die Bauten unter anderem durch die Gelder einer „Aufbaulotterie" und möglich gemacht wurden sie durch Aufbauhelfer, die insgesamt über vier Millionen freiwillige Arbeitsstunden einbrachten. Eine unglaubliche Leistung. Aber hinter den Gebäuden bricht es auch gleich wieder ab, da ist von Reichtum und Prestige nicht mehr viel zu sehen. Wer mehr über die Geschichte der ehemaligen Stalinallee wissen will, dem stellt der Verein Stalin-bauten auf seiner Webseite sehr spannende Einblicke zur Verfügung. Entlang der heutigen Karl-Marx-Allee finden sich auch viele Tafeln, die allerdings durch Vandalismus teilweise zerstört sind. Flanieren ohne Zwang Wir gehen ein Stück die Palisaden-straße entlang, biegen dann wieder ab Richtung Karl-Marx-Allee und folgen ihr Richtung Weber-wiese. Hier macht das Spazierengehen wirklich Freude. Vor allem, wenn man, so wie ich früher als Kind, keine Fahnen schwenken muss. Die Bäume spenden Schatten und die Trinkbrunnendichte ist erstaunlich hoch. Einer befindet sich kurz vor der Straße der Pariser Kommune, der nächste steht auf der anderen Straßenseite hinter der Kreuzung, und wenn man auf der linken Seite Richtung Frankfurter Tor bleibt, taucht der nächste blaue Turm am Rosengarten auf. Die Auswahl der Standorte hängt übrigens davon ab, in welchem Abstand Trink- und Abwasserleitungen zur Verfügung stehen. 20 Meter dürfen nicht überschritten werden. Wer mehr wissen will, dem empfehle ich das Interview mit Silke Block auf der Seite der Berliner Wasserbetriebe. Block gilt als die „ungekrönte Königin" der Trinkbrunnen. Wir verlassen die Karl-Marx-Allee, biegen ab Richtung Weidenweg und folgen ihm bis zum Bersarinplatz. Der ist zurzeit eine einzige Baustelle, wir überqueren ihn direkt, um nicht extra einen Umweg laufen zu müssen, und bleiben auf dem Weidenweg. Der Bersarinplatz hieß früher mal Baltenplatz und hat seinen heutigen Namen von dem ersten russischen Stadtkommandanten von Berlin, Nikolai E. Bersarin. Wandel auf vielen Ebenen Der nächste Trinkbrunnen steht auf dem Forckenbeckplatz. Dieser Platz lädt zum Verweilen ein und tatsächlich nutzen ihn viele Menschen, um den Feierabend einzuläuten und einen lauen Sommerabend zu genießen. Wir versorgen unseren Hund mit Wasser, schauen noch ein wenig den wasserspeienden Elefanten zu und verlassen anschließend den Platz Richtung Eldenaer Straße. Das Areal, das wir nun auf unserer linken Seite haben, beherbergte bis 1991 den Zentralvieh- und Schlachthof. Wenn es einen Grund gibt, warum ich kein Fleisch mehr esse, dann liegt er dort. Wer zu DDR-Zeiten an der Landsberger Allee stand, konnte hören und riechen, was hinter den Mauern geschah. Und es sind gerade die Geräusche, die ich wohl nie vergessen werde. Ich schüttle die Gedanken ab, wir stärken uns am Samariter-Bistro mit einem Halloumi-Dürüm und suchen auf der Eldenaer Straße den nächsten Trinkbrunnen. Der steht an der Ecke Samariterstraße an einem kleinen Basketballplatz. Es tut gut, das frische Wasser zu trinken. Obwohl es schon nach 20 Uhr ist, ist die Stadt staubig und warm, da ist jede Abkühlung willkommen. Der Samariterkiez, in den wir jetzt so richtig eintauchen, gehört wohl zu den Berliner Stadtquartieren, die sich nach der Wende am stärksten verändert haben. Nicht nur optisch, sondern vor allem durch die Zusammensetzung ihrer Bewohner. Hier residiert jetzt die „urbane Mittelschicht" und die gestaltet das Viertel nach ihren eigenen Vorstellungen. Da muss man schon suchen, um noch Spuren der Geschichte zu entdecken. Fündig werden wir an der Samari-DDR-Friedensbewegung und DDR-Oppositionsbewegung war. Und dann gibt es natürlich noch die Häuser in der Rigaer Straße, die nach wie vor jeder Modernisierung trotzen und wie das gallische Dorf in einer gentrifizierten Gegend wirken. Zu erwähnen ist allerdings noch der schöne, begrünte Mittelstreifen auf der Bänschstraße, den wir entlangschlendern, ehe wir über Proskauer Straße, Rigaer Straße und Petersburger Straße zum Frankfurter Tor gehen. Da der Hund langsam müde wird, entscheiden wir uns, den Rückweg anzutreten. Wer noch mehr Energie hat als unser Vierbeiner, kann hier natürlich die 10.000-Schritte-Tour durch den Simon-Dach-Kiez dranhängen. Vom Trinkbrunnen zur Kultstatte Wir folgen der Frankfurter Allee Richtung Warschauer Brücke auf der rechten Seite, biegen in die Kopernikusstraße ein und finden den letzten Trinkbrunnen unserer Tour am Comeniusplatz. Gleich um die Ecke in der Marchlewskistraße gibt es zwar noch einen, den lassen wir aber aus, folgen stattdessen der Rüdersdorfer Straße. Dort, wo die Straße einen kleinen Knick nach rechts macht, geht auf der linken Seite ein kleiner Weg ab, der direkt zum Berghain führt. Dort steht zwar kein Trinkbrunnen mehr, aber mal vor dem Berghain ohne Menschentraube zu stehen, ist auch besonders. Die letzten Meter bis zum Ausgangspunkt am Ostbahnhof sind individuell zu gestalten. Das gesamte Gelände wirkt etwas desperat und viele Wege führen nach Rom. Wir gehen über den Parkplatz vom Hellweg-Baumarkt und von Netto und sind ziemlich erschöpft, als wir wieder am Hermann-Stöhr-Platz herauskommen. Stadtrouten sind anstrengender als Spaziergänge durch die Natur. Das steht am Ende fest. Aber auch, dass es sich lohnt, seine Stadt immer wieder neu zu entdecken, vor allem dann, wenn es möglich ist, nicht so schöne Erinnerungen mit neuen zu überschreiben. Und am besten ist man dabei mit einer. Trinkflasche ausgestattet, die man in Berlin an fast 250 Trinkbrunnen auffüllen kann.
Am Anhalter Bahnhof tut sich was: Das Engagement gegen Vermüllung und Drogenszene am Schulzaun wirkt. Von Robert Klages Grünflächen, Parks und ein Walderlebnisgelände: - Die Gegend am Anhalter Bahnhof in Kreuzberg hat für Familien eigentlich einiges zu bieten. Doch viele von ihnen sind in letzter Zeit weniger zufrieden. Zahlreiche obdachlose Personen campieren in den Büschen und errichten ihre Zeltlager teilweise direkt am Zaun entlang des Pausenhofes der Fanny-Hensel-Grundschule. Im Elise-Tilse-Park am Showpalast Tempodrom hat sich eine aktive Drogenszene entwickelt. An vielen Orten sind dort Konsumierende zu sehen, in den Büschen oder frei auf den Bänken. Der Park bietet viele Versteckmöglichkeiten für Camps und kleine Lagerstätten. Soziale Arbeit wie am Kottbusser Tor findet hier nicht statt. Erst 2028 soll ein Quartiersmanagement eingeführt werden. Es gibt Kiezhausmeister, die Spritzen aufsammeln. Sie schließen auch das „Robinienwälchen" abends ab. Der sogenannte Naturerfahrungsraum ist ein kleiner Wald zwischen den Hochhäusern und dient vor allem Schulklassen und Kitas. Doch auch hier lassen sich viele Personen zum Drogenkonsum nieder. Sabine Schwarz zog 2021 aus Schmargendorf in den Kiez. Bei einem Rundgang zeigt sie dem Tagesspiegel nicht nur die schlechten Seiten, denn durch ehrenamtliches Engagement konnte schon etwas verändert werden, findet die 63-Jährige. „Zum Leben in der Großstadt gehören anscheinend auch Obdachlosigkeit und Drogen", sagt Schwarz. „Aber direkt vor dem Zaun der Schule, das muss nicht sein." Sie wünscht sich, dass der Bezirk hier etwas unternimmt und diese Ecken umgestaltet: So könnte man an der Stelle, wo die Obdachlosen an der Schule gute Verstecke finden, einen öffentlichen Spielplatz errichten. Mit unterwegs ist Valentina-Johanna Baumgartner. Die Österreicherin zog 2011 aus Hamburg in den Kiez. Schwarz und sie wohnen im denkmalgeschützten Haus mit Schwung in der Fassade. Das Gebäude in der Schöneberger Straße 5-6A wurde nach Plänen des Architekten Josef Paul Kleihues als Beitrag für soziales Wohnen zur Internationalen Bauausstellung 1987 errichtet. „Wir haben hier eine Oase mitten in der Stadt", sagen die beiden Anwohnenden und zeigen auf einen kleinen öffentlichen Garten vor der Kita vor ihrem Wohnhaus. Eine Gruppe von zehn Personen gärtnert hier, es kommen neue Anwohnende hinzu. Baumgartner hat das Projekt ins Leben gerufen und später finanzielle Unterstützung vom Bezirk dafür erhalten. "Das war früher eine richtige Müllecke“, sagt Baumgartner. „Alle haben hier ihren Abfall hingeworfen. Sobald der weggemacht wurde, war neuer da." Seitdem ein Garten dort ist, sei kein Müll mehr zu sehen. „Die Nachbarinnen und Nachbarn finden das gut, sie wollen ihren Kiez schön haben." Es zeige, dass sich Orte und Plätze durch Engagement verändern lassen - vielleicht sogar ganze Kieze. „Wenn Orte erst mal schön gemacht wurden, bleiben sie das meistens auch. Am Garten steht auch ein „Findus", ein öffentlicher Schrank. Hier kann man Kleidungsstücke, Bücher oder Elektrogeräte hineinstellen oder herausnehmen. Auch das werde gut angenommen, sagt Baumgartner. Sie ist vom Ehrenamt zum 15-Stunden-Job aufgestiegen, begünstigt durch eine Projektförderung des Bezirks.

Vorwort
Chronik des Partnerschaftsvereins Friedrichshain-Kreuzberg (1986 bis 2025) Die vorliegende Chronik dokumentiert die Entwicklung und die Ereignisse des Partnerschaftsvereins Friedrichshain-Kreuzberg seit seiner Gründung im Jahr 1986. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Begegnungen der Bürger und Bürgerinnen der Partnerstädte und -kreise jeglichen Alters, Geschlechts, Glaubens und jeglicher Couleur und auch der jeweiligen Kultur mit denen aus dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu unterstützen, programmatisch zu planen, zu organisieren und (mit-)zu finanzieren und diese Begegnungen in der Landeshauptstadt Wiesbaden (Partnerschaft seit 1964), in Porta Westfalica (Partnerschaft seit 1968), im Kreis Bergstrasse (Partnerschaft seit 1968), in Ingelheim am Rhein (Partnerschaft seit 1971) und im Landkreis Limburg-Weilburg (Partnerschaft seit 1980) sowie aus Kiryat Yam/Haifa-Israel (Partnerschaft seit 1990) und in Berlin und Umgebung zu ermöglichen. Sie spiegelt die vielfältigen Begegnungen, kulturellen Austauschprogramme und besonderen Jubiläen wider, die in den letzten Jahrzehnten das Miteinander der Partnerstädte geprägt haben. In den Jahren seit der Gründung haben sich zahlreiche Freundschaften und Netzwerke entwickelt, die nicht nur den Austausch zwischen den Städten fördern, sondern auch das Verständnis für kulturelle und gesellschaftliche Unterschiede vertiefen. Die chronologischen Einträge beleuchten herausragende Veranstaltungen, bedeutende Besuche und Projekte, die sowohl lokal als auch international durchgeführt wurden. Diese Chronik ist nicht nur eine Rückschau, sondern auch eine Würdigung des Engagements aller Mitglieder des Vereins, die durch ihre Leidenschaft und ihr Engagement dazu beigetragen haben, die Partnerschaft lebendig und erfolgreich zu gestalten. Sie soll als Inspiration für zukünftige Generationen dienen, die den Geist der Zusammenarbeit und des interkulturellen Dialogs weitertragen, und als Dokument der vielfältigen Aktivitäten, die den Partnerschaftsverein Friedrichshain-Kreuzberg zu dem gemacht haben, was er heute ist. Darüber hinaus bieten die veröffentlichten Annalen des Vereins https://www.pv-friedrichshainkreuzberg.de/home eine weitaus ausführlichere Dokumentation mit allen Einzelheiten zu den Veranstaltungen, Projekten und Errungenschaften. Diese umfassende Sammlung von Informationen und Bildmaterial ergänzt die Chronik und bietet interessierten Lesenden einen tiefen Einblick in die Tätigkeit des Vereins und die Entwicklung der Partnerschaft im Detail.






